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Samstag, 18. März 2017

Lamm, Lauch, Feige




Ursprünglich nach einer Rezeptidee von Herrn Mälzer: Das Fleisch aus der Lammkeule wurde in kleinere Würfel geschnitten, die Feigen gedrittelt und mit dem in Ringe geschnittenem Lauch zusammen auf Holzspiesse gesteckt, die zuvor in Wasser eingeweicht wurden. Die Spieße wurden dann in einer Pfanne mit etwas Öl rundherum kräftig angebraten, anschliessend mit einer Marinade aus Olivenöl, Honig, Zimt, etwas gemahlenem Koriander, Kreuzkümmel und Salz eingepinselt.So kamen sie bei 180° für ca. 15 - 20min in den vorgeheizten Ofen. 


Da mir zur Zeit wieder die orientalische Küche viel Spaß macht, gab es zu den Lammspießen noch ein Taboulé nach diesem Rezept. Zwar nicht mit Gambas, aber mit Granatapfelkernen. Auch wenn diese den Salat etwas unschön einfärbten: geschmacklich tat dies insgesamt keinen Abbruch. 

Dienstag, 7. März 2017

Getöse um Fritteuse


Blumenkohl-Pakora, Garnelen im Kroepoekmantel, Mango- und Zwiebelchutney, Gurken-Minz-Dip

Ein plötzlich auftretender Heisshunger auf richtige, ich meine auf richtig zubereitete, leckere Pommes,  bewirkte meinen Spontankauf einer Fritteuse. Kein grosses, aber preiswertes Ding, stufenlos regelbar von 130° bis 190°, Teile wie Korb, Wanne und Heizstäbe lassen sich separat voneinander trennen und so entsprechend auch leicht reinigen. Für knapp 40 Euro ein gefundenes Schnäppchen!  
Die neu angeschaffte Fritteuse musste am Wochenende natürlich gebührend eingeweiht werden. Den Anfang machten tatsächlich die Pommes Frites, so wie sich sie liebe: möglichst lange Stäbchen von ca. 0,5 cm Breite, die ich in zwei Garstufen zubereitet hatte. Fritteusen-Einsatz Nr.2 am nächsten Tag waren als Beilage ungeschälte, leicht vorgekochte, halbierte Drillinge. Wunderbar!  Aber weil ich eben Drillinge als auch Pommes hier bereits mehrfach gebloggt hatte, und weil mit dem Frittieren von Lebensmitteln  nicht ausschliesslich die geliebte Kartoffel gemeint ist, gab es am Sonntagmittag Blumenkohl-Pakora und Garnelen im Kroepoekmantel  mit diversen Chutneys sowie ein Gurken-Minz-Dip. Das ist schon eher ein Posting wert! 
Eigentlich beschränke ich mich in meiner Küche grundsätzlich auf regionale und vor allem saisonale Lebensmittel. Aber Ausnahmen bestätigen nun mal die Regel. Da der letzte Einkauf einer  Mango wohl ein paar Jahre zurückliegen dürfte, hatte ich jedenfalls kein Problem damit, beim Einkauf diesmal auch in die Exoten-Obstkiste zu greifen.Das Kochen mit Kichererbsen, bzw. Kichererbsenmehl, die Verwendung von u.a. Zimt, Kreuzkümmel, Koriander, Senfsaat hatte jedenfalls super Spass gebracht, so dass ich auch wieder verstärkt Lust am Kochen und Experimentieren gefunden habe.
Sei noch darauf hingewiesen, dass die Chutneys und der Dip nach der Zubereitung unbedingt noch eine Weile im Kühlschrank lagern sollten, sodass sich die Aromen entsprechend besser entfalten können. Das Frittieren von Lebensmitteln ist superlecker, jedoch wollen wir nicht ausser acht lassen, dass allein die Verwendung von Kroepoek ordentlich Hüftgold bedeuten kann, sofern man nach diesem leckeren Mahl nicht  sportlich aktiv wird. Mein Tipp: Nach diesem leckeren Mahl gleich für 1, 2 Stunden aufs Rad geschwungen, zum jetzigen Frühlingserwachen raus an die frische Luft, in die Natur! 



Blumenkohl-Pakora

Pakora-Teig

100 gr Kichererbsenmehl 
ca. 100 ml Wasser
1 Ei
Curry
Koriander gemahlen
gelbe Senfsaat
Salz

Das Mehl mit dem Wasser, dem Ei und den Gewürzen zu einem glatten Teig verrühren. Von der Konsistenz her sollte er vom Gemüse nur sehr zähflüssig abtropfen. Den Blumenkohl putzen, in kleinere Röschen verarbeiten, durch den Teig ziehen,und in 170° heissem (Raps)Öl frittieren.

Garnelen im Kroepoekmantel

Anstelle üblicher Panierung habe ich für die Garnelen Kroepoek (Krabbenchips) fein zerrieben. Ansonsten das normale Prozedere beim Panieren: Die rohen Garnelen zunächst in Mehl, dann in Ei, und anschliessend in Kroepoek gewendet. Das verquirlte Ei habe ich noch mit gemahlenem Koriander, Salz und Pfeffer gewürzt. Beim anschliessenden Frittieren wurde bei einer kürzeren Garzeit dieselbe Temperatur von 170° verwendet.

Fruchtiges Mangochutney

1 Mango
2 Schalotten, klein
1 Knoblauch
etwas Olivenöl
150 ml Bio-Weissweinessig
100 ml Wasser
Abrieb einer halben Zitrone
3 EL brauner Zucker
Koriander
Kreuzkümmel
Kurkuma
5 EL Zitronensaft

Die gehackten Zwiebeln zunächst mit dem Knoblauch in Öl anschwitzen, vom Herd nehmen. Die Mango schälen, entkernen und mit Kurkuma, dem Wasser, Essig, Zucker und Zitronensaft pürieren, die Zwiebeln und Knoblauch dazugeben, nochmals ganz kurz pürieren, mit den Gewürzen abschmecken.




























Pikant scharfes Zwiebelchutney

150 gr rote,kleine Zwiebeln
1 Knoblauchzehe
einige Zweiglein Thymian
1 Lorbeerblatt
70 ml Balsamico
25 gr Butter
ein Schuss Olivenöl
2-3 scharfe Chilis, getrocknet
4 EL brauner Zucker

Die in Spalten geschnittene Zwiebeln werden mit dem fein geriebenen Knoblauch zunächst in einem Butter-Ölgemisch bei kleiner Hitze vorsichtig glasig gedünstet. Es folgt der Zucker zum karamellisieren, die kleingemörserte Chili und die Kräuter, alles kurz mit anschwitzen, gleich mit dem Balsamico ablöschen und das ganze ca. 20-25 min einreduzieren, bis so gut wie keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist. Vor dem Servieren Lorbeerblatt und Thymianzweiglein entfernen.




























Milder Gurken-Minz-Dip

Die Gurke wurde geschält, entkernt und in kleine Würfelchen geschnitten, mit der feingehackten Minze, etwas Limetten-saft und wenig Abrieb in Rahmjoghurt gegeben und gut miteinander vermengt.


Donnerstag, 15. Dezember 2016

Entenbrust mit Wirsing und Pflaumen

 Die Entenbrust war zwar leicht übergart, blieb aber dennoch saftig, und auf dem Bett aus Wirsing und Pflaumen hat sie sich geschmacklich hervorragend gemacht. Die ursprüngliche Rezeptidee stammt aus einer der vielen, typischen Hausfrauenzeitschriften.Man glaubt es kaum, aber ab und an kann man hier durchaus fündig und inspiriert werden. Das Rezept habe ich meinem Geschmack entsprechend abgeändert, statt marinierter Hähnchenspiesse gab es hier Ente, und da ich im Dezember keine frischen Pflaumen bekomme, habe ich auf sogenannte Soft-Pflaumen zurückgegriffen. Das funktioniert auch sehr gut. Zusätzlich scharfer Chili und frischer Koriander gaben dem Gericht geschmacklich noch einen Extra-Kick.

Die Fettschicht der Entenbrust wurde zunächst kreuzweise eingeritzt, und anschließend ohne Fett in einer erhtitzten Pfanne bei mittlerer Hitze für 11 Minuten gegart, danach gewendet, und für weitere 10 Minuten gebraten, anschliessend in Alufolie gewickelt und vor dem Anrichten wenige Minuten ruhen gelassen

Der halbe Wirsing wurde vom Strunk befreit und in feine Streifen geraspelt. Eine Zwiebel feingehackt und in Butter angeschwitzt, den Wirsing dazu gegeben.Mit dem Apfelsaft und der Brühe abgelöscht, sanft eingeköchelt. Die Soft-Pflaumen wurden in Streifen geschnitten. Geschmacklich und optisch etwas "Wumms" gab der mittelscharfe, rote Chili, der mit frischen Koriander fein gehackt wurde und mit den Pflaumen zusammen kurz vorm Anrichten zum Wirsing gegeben wurde. Alles nur mit Salz und weissem Pfeffer abgeschmeckt.