Dienstag, 15. Juli 2014

Brie-Ravioli, Birne, Walnuss, Steinpilzöl



Wie es nun mal so ist, wenn man in den Weiten des WWWs unterwegs ist: vom einen kommt man plötzlich zum völlig anderen. Ursprünglich war ich auf Rezeptsuche nach einem Steinpilzöl. Bei Eatsmarter entdeckte ich eine Suppe mit Brie, Birnen und Steinpilzöl. Klang gut, aber eine Suppe mit Steinpilzöl? Das ist mir von der Konsistenz zu flüssig und brachte mich wiederum auf die Idee, Brie einmal als Raviolifüllung zu verwenden. Erstaunlich, denn Rezepte für Brie-Ravioli sind, zumindest im deutschsprachigem Raum, so gut wie gar nicht zu finden.Umso skeptischer wurde ich bei der Umsetzung meiner Rezeptidee. Brie als Raviolifüllung, etwa ein NoGo in der Küche? Im englischsprachigem Raum, vorzugsweise im us-amerikanischen, gibt es erstaunlicherweise viele Brie-Ravioli zu entdecken. Das aber immer gern ausgerechnet mit reichlich Garlic, also mit Knoblauch kombiniert wird. Verstehe. Vielleicht stellen sich die US-Amerikaner sich so die europäische Küche vor. 
Aber zurück zur Rezeptidee, und Grund genug, sich vor meinem geplanten Einkauf erst einmal mit der Materie vertraut zu machen: 
"(…) Brie ist die Bezeichnung für einen ursprünglich aus der gleichnamigen Region in Frankreich stammenden Weichkäse mit weissem Edelschimmel, der aus Kuhmilch hergestellt wird. Seinen Ursprung hat der Brie im Département Seine-et-Marne in der Ile-de-France; heute ist er jedoch einer der meistkopierten Käse der Welt, und es gibt nur noch zwei Arten, die in Frankreich Ursprungsschutz genießen, den Brie de Meaux und den Brie de Melun (..) " Quelle : Wiki

Auf dem Viktualienmarkt habe ich mir dann im Käseladen also ein gutes Stück Brie de Meaux besorgt. Ich hatte zunächst seine doch sehr kräftig aromatisch schmeckende Rinde entfernt, dann portioniert und für den gewöhnlichen Pastateig als Füllung verwendet. Den Teig hatte ich extradünn ausgerollt, weil ich mir über optimale Garzeit und Käseschmelzpunkt überhaupt noch nicht im Klaren war. Ebenso hatte ich den Ofen vorgeheizt, weil ich damit rechnete, die Ravioli nach dem Wasserbad für die Käseschmelze noch weiter erhitzen zu müssen.


Völlig unnötig! Ein Probierstück machte den Anfang. Nach ca. 3 Minuten Garzeit lief der ohnehin schon etwas cremige Käse beim Anschnitt sofort aus. Lecker! Dieser Geschmack! Ich liebe Brie nach wie vor gern pur, nur mit etwas Brot und Wein. Aber ich kann versichern, etwas Brie in einer italienischen Raviolo, das ist ein Genuss, besonders mit den anderen Zutaten und mit dem Steinpilzöl! 

So habe ich die anderen Zutaten zubereitet:
Die Walnüsse wurden in einer Pfanne ohne Öl angeröstet und anschliessend nur grob gemörsert. Die eher fruchtige, nicht allzu süsse Birne wurde geschält, in Spalten geschnitten, und vorsichtig in Butter gebraten. Zum Schluss nur mit ganz, ganz wenig Puderzucker bestreut und karamellisiert.Thymian macht sich zu allem geschmacklich sehr gut, vor allem nicht zu vergessen, das Steinpilzöl! Schliesslich bin ich überhaupt nur deshalb  auf diese Rezeptidee gekommen. 

Montag, 14. Juli 2014

Steinpilzöl



Letzten Samstag hatte ich auf dem Markt extra nachgeschaut.Und ja, es gab sie bereits im Angebot: Steinpilze, aller-dings noch nicht aus den hiesigen Wäldern.
Zur Vorgeschichte: eine Rezeptrecherche hatte mich über diverse Umwege auf die Idee des Steinpilzöls gebracht. Als Steinpilzfreund kommt mir die Idee dazu gerade recht, zumal das Öl ja mit getrockneten Steinpilzen aromatisiert wird. Steinpilzöl eignet sich hervorragend zum Beispiel dazu,Pasta oder Salaten den entscheidenden Kick on Top zu geben, und sein eigener, typischer Geschmack würde mir die Wartezeit auf regionale, frische Ware immens verkürzen. Im Netz lassen sich diverse Rezeptversionen eines Steinpilzöls finden, die vor allem eines gemeinsam haben: es ist völlig easy in der Herstellung und sollte 2-3 Wochen gelagert werden, so der einstimmige Tenor der Rezepte. Meine Ungeduld war aber zu groß: bereits nach 2 Tagen hatte ich davon probiert und für ein leckeres Rezept verwendet, und was soll ich jetzt sagen..

Hier mein persönliches Rezept für Steinpilzöl:

ca. 250ml Sonnenblumenöl (Bio)
ca. 10 - 15 gr Steinpilze, getrocknet
1 Knoblauchzehe
4-5 Zweiglein Thymian
1 Lorbeerblatt

Die Knoblauchzehe schälen,vierteln und  mit allen anderen Zutaten in ein verschliessbares Gefäß geben, das Öl hinzufügen. An einem dunklen, kühlen Ort lagern. Anschliessend möglichst 2-3 Wochen der Versuchung widerstehen, es vorzeitig verwenden zu wollen. Guten Appetit!