Mittwoch, 4. März 2015

Souvlaki



Ich kann mich noch gut an den Geruch von gegrilltem Schweinefleisch erinnern, das mit viel Oregano und Zitrone gereicht wurde, auch wenn mein Griechenlandurlaub schon mehr als einige Jahre zurückliegt. Lust auf Souvlaki habe ich nun wieder bekommen, als ich in Nicole Stichs "Reisehunger" geblättert hatte und ein Rezept daraus nachkochen wollte. Die Verwendung von Oregano und Zitrone, aber vor allem die lecker klingende Marinade mit ihren Zutaten hat mich  schliesslich dazu animiert.  Zum Gericht wurde von der Buchautorin Tsatsiki empfohlen, dessen Rezept ich ebenfalls ihrem Buch entnommen habe.


Souvlaki für 4 Personen  ( Originalrezept )

700-800 g Schweinefleisch
2 Knoblauchzehen
1 weisse Zwiebel
2 Bio-Zitronen
2 TL getrockneter Oregano
1 TL Zimtpulver
1/2 TL Fenchelsamen
1-11/2 TL Kreuzkümmel gemahlen
Meersalz
frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
75-100 ml Olivenöl
1 grosse rote Zwiebel
ausserdem
8-12 Fleischspiesse aus Holz oder Metall

Zubereitungszeit: 40 min
Marinierzeit: 1 Std.
Pro Portion: ca. 450 kcal, 44 g EW, 29g F, 2g KH

1
Das Schweinefleisch in ca. 3cm große Würfel schneiden und in eine Schüssel geben. Den Knoblauch und die weisse Zwiebel schälen und entweder sehr fein hacken oder fein reiben. Zitronen heiss waschen und abtrocknen, 1 Zitrone halbieren und eine Hälfte auspressen (2EL Saft), den Rest in 1/2 cm dicke Scheiben schneiden und diese vierteln.
2
Zwiebel-Knoblauch-Mix mit dem Fleisch vermengen.Zitronensaft mit Gewürzen, Salz und Pfeffer ebenfalls unter das Fleisch mischen. Dann so viel Öl dazu giessen, dass das Fleisch damit gerade gleichmässig damit umhüllt ist. Abgedeckt bei Raumtemperatur mind. 1 Std. marinieren lassen.(Man kann das Fleisch aber auch morgens einlegen und im Kühlschrank durchziehen lassen, um es abends zu braten. Dann aber rechtzeitig aus dem Kühlschrank holen und Raumtemperatur annehmen lassen.
3
Die rote Zwiebel schälen, längs halbieren und jede Hälfte nochmals quer halbieren, dann die einzelnen Schichten auseinanderblättern. Abwechselnd immer wieder 1 Zwiebelstück, 1-2 Fleischstücke, 1 Zitronenstück, 1-2- Fleischstücke eng, aber nicht gepresst auf die Spiesse stecken. Spiesse mit wenig Olivenöl beträufeln.
4
Eine grosse gusseiserne Grillpfanne stark erhitzen. Die Spiesse ohne zusätzliches Fett hineinlegen und auf jeder der vier Seiten 1-2 Min. scharf anbraten (solange auf einer Seite liegen lassen, bis das Fleisch deutliche Grillspuren aufweist). Fertige Souvlaki gleich servieren, etwa mit Salat und Tsatsiki. Und wer mag, träufelt noch etwas Zitronensaft auf die gebratenen Spiesse.

Fazit
Die Marinade hat mir gut gefallen, dennoch habe ich das Originalrezept  bei den Zutaten sowie bei der Zubereitung auf meine Weise optimiert. Ich esse nur noch selten Schweinefleisch, für das Gericht habe ich hier etwas Filet vom Schwein verwendet. Für die Marinade muss ich weniger vom hochwertigem Olivenöl verwenden, da das zu marinierende Fleisch in einem verschliessbarem Behältnis im Kühlschrank gelagert wird, nachdem es vorher gut mit den Zutaten vermengt wurde. Gewürze wie Kreuzkümmel und Fenchelsamen röste ich vorab in der Pfanne an, um ihre Aromen zu intensivieren. Für die Marinade habe ich sie anschliessend nur grob gemörsert, um sie später besser vom eingelegten Fleisch abstreifen zu können. Bei gemahlenem Gewürzpulver ist das schwierig, die Gewürze verbrennen so in der Pfanne. Auch pfeffere ich das Fleisch erst vor dem Anrichten. Selbstverständlich greife ich auch lieber zu frischem Oregano, so fern dieser erhältlich ist. Bei der Zimtdosierung bin ich wegen seinem intensiven Geschmack eher vorsichtig geblieben. Das Rezept für Tsatsiki hatte ich auch ausprobiert. Die Gurke wurde geschält, entkernt und kleingeraspelt, mit Joghurt vermengt, Zitrone, feingehackter Dill und Knoblauch  sowie  etwas Olivenöl  dazugegeben, mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Mir persönlich schmeckt die Tsatsikivariante ohne Dill grundsätzlich jedoch besser, da mir der Dill mit seinem Eigengeschmack zu dominierend ist. Dafür gebe ich gerne und lieber etwas feingemahlenen Kreuzkümmel dazu. Insgesamt war´s dennoch lecker, und jetzt, nach all den Wintermonaten, endlich auch wieder einmal bunt auf dem Teller.

Freitag, 27. Februar 2015

Rezension: "Reisehunger" von Nicole Stich



Erst auf der letzten Seite, im Impressum, erfährt der Leser ein wenig mehr über die Buchautorin. Mir persönlich ist der Name Nicole Stich nicht unbekannt, war sie doch Foodblogger der ersten Stunde. Ihren Blog "Delicious Days" hatte  sie bereits 2005 ins Leben gerufen, und erreichte sogar auf internationaler Ebene beachtlichen Erfolg, als er vom US-Magazin "Time" zu einer der 50 weltweit coolsten Websites prämiert wurde. Sicherlich hängt das auch sehr damit zusammen, dass Nicole Stich eigentlich Designerin ist.
Ob sie diesem Beruf aktuell noch ausübt, ist im Impressum jedenfalls nicht zu erfahren. "Reisehunger" ist bereits ihr viertes, erschienenes Kochbuch, und man kann Nicole zu diesem Erfolg nur gratulieren. Offensichtlich hat sie damit ihren "beruflichen" Weg gemacht, bzw. gefunden. 
"Reisehunger" ist durch und durch ein Kochbuch und nicht etwa ein (kulinarischer) Reiseführer. Mit dem Untertitel " Die besten Rezepte zwischen USA und Singapur"  sind offensichtlich die kulinarischen Highlights  ganz nach dem persönlichen Geschmack der reisefreudigen Autorin gemeint. Nicole Stich startet ihre Tour in USA,  reist anschliessend über den grossen Teich nach Europa, zunächst nach Portugal. Es folgen kulinarische Abstecher nach Frankreich und Italien, bevor es über Griechenland in die Türkei geht.  Nach einem anschliessendem Aufenthalt in Dubai wird dann das Ziel der Reise, Singapur, erreicht. Nur sehr wenige, persönliche Reiseeindrücke der Autorin beschreiben notizartig den Aufenthalt der jeweiligen Etappe, das Hauptaugenmerk liegt immer bei den vorgestellten Rezepten. Dass Nicole Designerin ist, zeigt sich auch in der lockeren, und bunt gestaltetem Layout des Buchs, was u.a. durch die Verwendung handgeschriebener Typografie, sorgfältig gewählte Bilder als Reiseimpressionen und ein bunt gewähltes Farbschema zum Ausdruck kommt.


Wie bereits schon erwähnt startet die kulinarische Tour in den USA. Rezepte wie Grilled Cheese, Crunch-Salat "California" sowie Schoko-Pflaumen-Crumble lassen sich hier entdecken. In Portugal sind es beispielsweise Versunkene Eier mit Chorizo, würzig scharfer Bohnensalat sowie Kochlöffelkuchen, in Frankreich gibt es lauwarmen Spargel-Mimosa-Salat und Hähnchen-Fenchel-Eintopf. In Italien lässt sich u.a. Zucchinisalat mit Minze und Haselnüssen entdecken, und so abwechslungsreich zieht es sich durch die noch folgenden Länderküchen weiter fort. Die Rezepte klingen eher unaufwendig und einfach, und dürften daher auch für den Ungeübten leicht nachzukochen sein. Auch die Zutaten klingen nicht allzu exotisch und sollten im gut sortierten Lebensmittelhandel erhältlich sein. Die Rezepte sind leicht verständlich und übersichtlich beschrieben.
Zu einer Rezension gehört natürlich auch das Nachkochen bzw. Ausprobieren eines oder mehrerer Rezepte. Anfangs war ich doch eher skeptisch, denn "Reisehunger" war zunächst für mich nur ein weiteres Kochbuch mit weiteren, mir bereits bekannten Gerichten aus unterschiedlichen Länderküchen, wie zum Beispiel der Griechischen Küche. Souvlaki und Ofengemüse, das kennt doch eigentlich jeder. Und genau die beiden Gerichte hatte ich nachgekocht, denn beim genauen Durchlesen der Rezepte fiel mir dabei die Verwendung von Kreuzkümmel, Koriander und Zimt auf, die den Speisen einen deutlich orientalischen Touch geben, was mir besonders gut gefällt. Das hat mir Appetit, und zugegeben, auch ein wenig Reisehunger gemacht, denn nach den ganzen Schmorgerichten in den Wintermonaten gibt es nun deutlich Bedarf an Abwechslung auf dem Teller. Das Buch hält also mehr oder weniger sein Versprechen und macht nicht nur kulinarisch Hunger auf Reisen, man verspürt auch ein wenig Sehnsucht nach der Ferne, es macht Lust auf Ungewohntes, Buntes und Warmes. Das Erscheinungsdatum von "Reisehunger" ist  damit jetzt zum noch winterkalten Februar eigentlich goldrichtig gewählt. 
Die nachgekochten Rezepte für Souvlaki sowie Buntes Ofengemüse werde ich dann noch in den folgenden Postings vorstellen.  


"Reisehunger" von Nicole Stich
erschienen im Gräfe & Unzer Verlag, München 2015

Mittwoch, 18. Februar 2015

Entenbrust, Steckrübenpüree, Quinoa



Entenbrust
Die Hautseite rautenförmig einschneiden, in einer erhitzten Pfanne ohne Öl auf der Hautseite bei mittlerer Hitze für 11 Min anbraten, wenden, und auf der anderen Seite für weitere 10 Min fertig garen. Anschliessend in Alufolie verpacken und ein wenig ruhen lassen.

Steckrübenpüree
Für das Steckrübenpüree das Gemüse schälen, in kleine Würfel schneiden und in Salzwasser gar kochen.Fein gerie-bener Ingwer dazugeben, anschliessend mit Sahne und Milch fein stampfen, bzw. pürieren.

Quinoa
Das Korn zunächst mit heissem Wasser sorgfältig spülen, anschliessend in leicht kochendem Salzwasser für 20-25Min garen. Kurz vor dem Servieren noch einmal mit etwas Walnussöl erhitzen, mit Salz abschmecken.

Orangensauce
Ein Teil der Schale einer (Bio) Orange sehr fein schälen, in feine Streifen schneiden, die Orange auspressen. Butter in einem Topf zerlassen, Schale und Saft mit Thymianzweigen, etwas Chili und etwas Ingwer dazugeben und alles mitein-ander einköcheln, passieren und servieren.